Chance.natur "Nordvorpommersche Waldlandschaft"

Als eines von fünf Siegerprojekten im Rahmen des idee.natur-Wettbewerbes wurde das Projekt  rund um die Nordvorpommersche Waldlandschaft 2009 unter bundesweit 122 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen ausgezeichnet und zur Umsetzung ausgewählt: Aus der idee.natur wurde damit die chance.natur. Erstmalig sollten Konzepte, die naturschutzfachliche Belange mit Ideen zur Regionalentwicklung verknüpfen, als gemeinsames Projekt umgesetzt werden. Im Mittelpunkt der Nordvorpommerschen Waldlandschaft steht der in seinem Bestand bedrohte Schreiadler, dessen Lebensbedingungen verbessert werden sollen. Gleichzeitig verfolgt das Projekt eine Aufwertung der lokalen und regionalen wirtschaftlichen Entwicklung und folgt dem Leitmotiv „dem Schreiadler und uns eine Zukunft“.

In einer rund 3-jährigen Planungsphase wurde seit Projektbeginn im Herbst 2009 der Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) für die Region erstellt, an dessen Umsetzung seit Sommer 2015 gearbeitet wird. Die Regionalentwicklung konnte seit dem Projekt-Startschuss direkt mit geeigneten Maßnahmen vor Ort beginnen.

Die Finanzierung des Vorhabens übernehmen dabei zum größten Teil das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für den Naturschutzteil sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft  (BMEL) für die Regionalentwicklung. Ergänzt werden die Mittel durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Vorpommern-Rügen und den 18 am Projekt beteiligten Gemeinden.

Das Projekt wurde von Beginn an von einem breiten Bündnis aus regionalen Vertretern des Naturschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, der Kommunalpolitik und des Tourismus, der sogenannten Regionalen Partnerschaft, getragen und von einer 11-köpfigen Lenkungsgruppe begleitet.  Der Landkreis Vorpommern-Rügen als Projektträger übernimmt dabei die vielfältigen Aufgaben der konkreten Projektbearbeitung und stellt mit dem Landrat Ralf Drescher den Vorsitzenden der regionalen Partnerschaft bzw. der Lenkungsgruppe.