Nordpommersche Waldlandschaft

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    Der Schreiadler (Aquila pomarina) ist der kleinste Adler Deutschlands.

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Projektgebiet

Übersicht

Projektgebeit Nordvorpommersche Waldlandschaft
Projektgebiet

Das Land vor der Küste

Die Nordvorpommersche Waldlandschaft ist ein ausgedehntes Waldgebiet im Nordosten Deutschlands westlich der Hansestadt Stralsund. Das 507 km² große Projektgebiet liegt im Binnenland des Landkreises Vorpommern-Rügen. Es wird von 18 selbständigen, zumeist kleineren ländlichen Gemeinden gebildet. Im Projektgebiet leben ca. 20.200 Menschen. Die herausragende naturräumliche Ausstattung des Landkreises hat sich in den küstennahen Teilen des Kreisgebietes in der Vergangenheit bereits in der Ausweisung von drei Großschutzgebieten niedergeschlagen (Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“, Nationalpark „Jasmund“, Biosphärenreservat „Südost-Rügen“). Die Wälder auf Jasmund sind darüber hinaus Teil des Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder Deutschlands“. Im Projektgebiet wird die nicht minder wertvolle Naturausstattung im Binnenland durch einen großflächigen, integrierten Schutz- und Entwicklungsansatz des Landkreises ergänzt.

 

Biodiversität und Strukturreichtum

Der Wald macht mit 51 % den größten Flächenanteil der Biotop- und Nutzungstypen im Projektgebiet aus. Von der Gesamtwaldfläche entfällt der Großteil auf Laub- und Laubmischwald und nur ein geringer Anteil wird von Nadel- und Nadelmischwald gebildet. Ackerflächen umfassen rund  1/3 und Grünland ca. 10 % der Biotop- und Nutzungstypen. Der überwiegende Flächenanteil des Grünlandes entfällt dabei auf das frische Grünland. Im Projektgebiet finden sich zudem 3 Seen: der Krummenhagener See, der Borgwallsee und der Pütter See. Das Baumartenspektrum im Projektgebiet ist breit gefächert. Dies verweist auf sehr unterschiedliche standörtliche Bedingungen und eine hohe Biodiversität. Insgesamt wurden 43 verschiedene Baumarten dokumentiert. Auffällig ist, dass alle Baumartengruppen mit einem fast gleichmäßig hohen Anteil vertreten sind. Mit einem Flächenanteil von ca. 22 % dominiert die Baumartengruppe der Buche, die fast ausschließlich von der Rotbuche selbst bestimmt wird. Die relative Naturnähe der Wälder spiegelt sich auch in der Biotopausstattung wider.

 

Besonderheiten im Projektgebiet

Im Projektgebiet befinden sich über 1.200 Biotope. Zu den Biotoptypen gehören unter anderem die „Naturnahen Bruch-, Sumpf- und Auwälder“ sowie „Röhrichtbestände und Riede“. Zu den wertvollsten Biotopen gehören 3 kleine oligo- bis mesotroph-saure Kesselmoore im Gehager Holz mit seltenen und gefährdeten Pflanzenbeständen; das Tramper Moor im Langenhanshäger Holz mit mesotroph-saurem Schwingrasen und eutrophem Walzenseggen-Erlenbruchwald sowie mehrere kleine Pfeifengraswiesenrelikte mit seltenen Pflanzenbeständen. Wertvolle Flächen sind der Krummenhagener See als großes, unbetretbares Verlandungsmoor mit typischer Vegetation aus Röhrichten, Feuchtgebüschen und Bruchwäldern; das Endinger Bruch und die Bornheide als großflächige feuchte Bruchwaldgebiete; das naturnahe und strukturreiche Kerbtal des Tribohmer Bachs zwischen Staugewässer bei Tribohm und Recknitz; die nassen Bruchwaldgebiete am Südufer des Borgwallsees; das Heirathsmoor als großflächiges mesotroph-saures Versumpfungsmoor sowie die Bullenwiese, das Staudiek und weitere gut erhaltene Feucht- und Nasswiesen eutropher Moor- und Sumpfstandorte mit z. T. gefährdeten Pflanzenbeständen. Eine übergeordnete wertgebende Struktur bilden die Waldkomplexe des Semlower und Schlemminer Holzes mit zahlreichen Bruchwaldgebieten und vermoorten Feuchtsenken.